Die Auswirkungen von Daten auf die Infrastructure Intelligence führen zu neuen Entwicklungen und Trends

Die Auswirkungen von Daten auf die Infrastruktur nehmen zusehends an Fahrt auf. Infrastruktur unterstützt nicht nur Daten für Business Intelligence, sondern wird auch selbst zu einer Datenquelle Die Umstellung von einer Multi-Cloud- auf eine Hybrid-Cloud-Umgebung bringt neue Herausforderungen für die Verwaltung von Daten, Infrastrukturleistung und Cybersicherheit mit sich. Das Software-Defined Wide Area Network (SD-WAN) wird für die Einführung neuer Konnektivitätstechnologien von grundlegender Bedeutung sein, denn damit können Sie Ihre Hybrid-Cloud-Strategie kosteneffizient umsetzen, ohne dabei die Anwendungsleistung oder die End User Experience zu beeinträchtigen.

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IT Infrastructure Intelligence: von Multi-Cloud zu Hybrid-Cloud


Infrastructure Intelligence bedeutet  nicht nur, Daten zu speichern, sondern auch Daten zu generieren, die zur Optimierung der Infrastrukturleistung mithilfe von Automatisierung verwendet werden können.


Obwohl die Public Cloud immer größer wird, spielen unternehmenseigene Datenzentren in den meisten Unternehmen nach wie vor eine zentrale Rolle – zu den Gründen zählen Datensicherheit und -souveränität, lokaler Datenzugriff, Kostenoptimierung und Anforderungen an niedrige Latenzzeiten. Viele Unternehmen setzen daher auf einen ausgewogenen Ansatz zwischen lokaler und gehosteter Private-Cloud-Infrastruktur einerseits und Public Cloud andererseits.


In der Praxis bedeutet diese Hybrid-Cloud-Umgebung, dass sich im Data Center von heute alles darum dreht, wo die Daten gespeichert sind – und Daten gibt es überall. Daher ist es entscheidend, sich einen Überblick über Ihre hybride Infrastruktur zu verschaffen und zu verstehen, über welche Eigenschaften das ideale Bereitstellungsmodell für jede spezifische Workload verfügen soll.


Und die Infrastruktur leistet viel mehr, als einfach nur Daten für Anwendungen verfügbar zu machen – auch sie selbst generiert Daten, die erfasst und analysiert werden müssen, um die Leistung und die Geschäftsergebnisse zu steigern. In dieser Umgebung treffen künstliche Intelligenz und Machine Learning auf das operative Geschäft, sodass die Infrastruktur sich selbst durch Automatisierung, die auf den von ihr erzeugten Daten basiert, heilen und verbessern kann.


So optimieren Sie das Lebenszyklusmanagement in einer Hybrid-Cloud-Umgebung


Unternehmen brauchen die richtigen Tools, Prozesse und Fähigkeiten, um die hybride Infrastruktur, in der ihre Geschäftsanwendungen laufen, zu entwickeln, zu migrieren und zu verwalten. Darüber hinaus müssen sie einen Ansatz definieren, wie sie die durch Infrastructure Intelligence gewonnenen Daten nutzen und Zugang zu Intelligence-Erkenntnissen und möglichen Chancen in einer agilen Umgebung über mehrere Plattformen hinweg erhalten. Sie müssen sich außerdem neuen Sicherheitsherausforderungen stellen, die wir hier und in unserem Artikel zu intelligenter Cybersicherheit näher beleuchten.


 

„Unternehmen haben oft Schwierigkeiten, die Komplexität und die Kosten für den Betrieb mehrerer Cloud-Services zu reduzieren. Wir helfen unseren Kunden, den Überblick und die Kontrolle über mehrere Cloud-Implementierungen hinweg zu gewinnen und Workloads dorthin zu verlagern, wo sie am besten funktionieren. Die Wahl fällt aufgrund einer Kombination aus kommerziellen, Sicherheits- und Leistungsüberlegungen oft auf Private Cloud.“


Roger Vila, Senior Vice President, Cloud Infrastructure Division, NTT Ltd.


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SD-WAN trifft auf Cloud Networking

„Wer auf Hybrid Cloud setzt, verbessert seine Leistung und kann Innovation schneller vorantreiben. Eine gute intelligente Infrastruktur hilft dabei, Kosten und Komplexität zu senken.“


Doug Adams, CEO, RagingWire Data Centers, ein NTT-Unternehmen


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Immer mehr Unternehmen bewegen sich weg von der Verwendung eines einzigen Telekommunikationsanbieters und stellen um auf das öffentliche Internet – die Rolle des Telekommunikationsanbieters wird also völlig neu definiert. Dies wurde durch die zunehmende Ausreifung von SD-WAN-Technologien beschleunigt, die in nur wenigen Jahren zu einer milliardenschweren Branche geworden sind.


Die Realität ist, dass es mehrere Konnektivitätsmethoden gibt – dazu gehören aktuell auch die großen Backbone-Netzwerke, die Hyperscaler ihren Kunden zur Verfügung stellen. Dieser Trend bedeutet zweifellos auch, dass sie zu Netzwerkanbietern werden.


Alle Optionen für Netzwerkkonnektivität ausloten


Bei all den unterschiedlichen Möglichkeiten für Konnektivität und Steigerung der Leistung Ihres Netzwerks und wie dieses an eine Hybrid-Cloud-Umgebung angeschlossen wird, ist es ratsam, alle Ihre Optionen sorgsam abzuwägen. Investieren Sie in die entsprechenden Kompetenzen für die Konzeption, Installation und Verwaltung Ihres neuen WAN, um eine optimale Leistung zu erzielen. Außerdem brauchen Sie Menschen an Ihrer Seite, die Anwendungen und Cloud-Umgebungen verstehen und Architekturen für diese Anforderungen entwerfen können.

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Konnektivität am Edge


Der Vormarsch des Internet of Things (IoT) hat zu einem größeren Bedarf für Verarbeitung und Speicherung am Edge geführt, was wiederum die Nachfrage nach Konnektivität der nächsten Generation wie WiFi 6 und 5G vorantreibt. Um das Potenzial dieser Technologien auszuschöpfen, benötigen Early Adopter einen SD-WAN-Dienst als Fundament.


Je mehr Unternehmen jetzt also auf Technologien wie IoT-Systeme setzen, desto mehr wird auch die Nutzung von Edge- und Mobilfunknetzwerken zunehmen. Während im Jahr 2020 vor allem Early Adopter die Vorteile von 5G und WiFi 6 nutzen werden, darf auch nicht vergessen werden, dass bestehende Mobilfunknetzwerke wie LTE/4G und LTEM/NB-IoT für die meisten IoT-Anwendungen mehr als ausreichend sind und auch in absehbarer Zukunft sein werden. 5G wird andere Mobilfunktechnologien nicht ersetzen, sondern wird sie ergänzen.


Das richtige Management-Framework für hybride Netzwerke


Um die Vorteile neuer Konnektivitätsoptionen voll auszuschöpfen, benötigen Sie ein Fundament aus den richtigen Managementplattformen und -prozessen, um mit mehreren Konnektivitätstechnologien arbeiten zu können. Wenn Sie sich auf Ihre SD-WAN-Strategie, softwarebasierten Zugriff und IBN (absichtsorientiertes Networking) konzentrieren, sind sie später flexibler bei der Aufrüstung Ihrer Infrastruktur, wenn Technologien wie 5G und WiFi 6 im Mainstream ankommen.

„Angesichts der revolutionären Umwälzungen dank Industrie 4.0 und Services 4.0 werden Unternehmen zunehmend nach Systemen suchen, mit denen sie einen einheitlichen Service und sichere Konnektivität verwirklichen können – sowohl am eigenen Firmengelände als auch global.“


Jacques Bonifay, CEO, Transatel, ein NTT-Unternehmen


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Managed Services-Plattform und gezielte Netzwerk-Automatisierung

All diese Entwicklungen werden dazu führen, dass die Infrastructure Intelligence flexibler wird – und die Nachfrage nach Automatisierungs- und Analysekompetenzen erhöhen. 

Im Jahr 2020 werden künstliche Intelligenz und Machine Learning eine immer wichtigere Rolle bei der Verbesserung von Leistung und Optimierung der Netzwerkumgebung spielen. IBN, also Intent-based Networking oder absichtsorientierte Vernetzung nutzt Analytics, um Transparenz und Bewusstsein für die Netzwerkleistung zu schaffen. Automatisierte Orchestrierung steigert dabei die Flexibilität in der gesamten Infrastruktur – ob vor Ort, im WAN, im Datacenter oder in der Cloud.


Netzwerkmanagement muss absichtsorientierte Networking-Technologien in seine Managed Services-Plattform integrieren, um operative Komplexität zu eliminieren und die traditionelle Aufteilung des Netzwerks in On-Premises, WAN und Datacenter – also Netzwerksilos, die in der Vergangenheit getrennt voneinander verwaltet wurden – aufzubrechen. Gemeinsame Elemente werden in einem Single-Management-Ansatz zusammengefasst, der ein viel höheres Maß an Konsistenz und einen ganzheitlicheren Ansatz für den Netzwerkbetrieb bietet.


Zusätzlich zu der Anforderung, dass Infrastructure Intelligence neue Technologien unterstützt, benötigen Unternehmen die richtigen Automatisierungsmaßnahmen, operativen Prozesse und Plattformen, um große Infrastruktur-Rollouts abzuwickeln. Identitätsbasierte Sicherheit wird dabei zentral sein (siehe Intelligente Cybersicherheit für weitere Details).


Den richtigen Partner für die nötigen Kompetenzen finden


Automatisierung und Analytics erfordern Investitionen in Entwickler und Datenwissenschaftler, die diese Systeme einrichten und sie am Laufen halten. Angesichts des massiven Fachkräftemangels in diesen Bereichen werden Unternehmen mit Serviceanbietern zusammenarbeiten müssen, die stark in die erforderlichen Software-DevOps- und Data-Science-Kompetenzen investieren.

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Sicherheit als zentraler Bestandteil des Infrastrukturkonzepts


Sicherheit ist nicht mehr nur die Domäne der Sicherheitsspezialisten. Das schiere Ausmaß der aktuellen Bedrohungen verlagert Sicherheit von der nachträglichen auf die vorausschauende Ebene der Infrastrukturarchitektur.


Die Sicherheitsbedrohung der IT Infrastructure Intelligence nimmt stetig zu. Trotz laufender Investitionen in Cybersicherheits-Technologien kann ein großer Teil der erfolgreichen Angriffe auf bekannte Schwachstellen und Schatten-IT-Initiativen zurückgeführt werden.


Darüber hinaus wird durch die Tatsache, dass Unternehmen Hybrid-Cloud- und IoT-Projekte in Angriff nehmen und daher immer umfangreichere Infrastruktur verwalten müssen, die Angriffsfläche immer größer.


Unternehmen müssen bei der Verwaltung ihrer Infrastruktur auf operative Governance und Disziplin achten, um Risiken zu minimieren, doch die Sicherheit muss bei der Gestaltung der einzelnen Bestandteile ihrer Infrastruktur stets an erster Stelle stehen.


In der Vergangenheit neigten die Entwickler von Infrastructure Intelligence dazu, sich erst im Nachhinein mit der Sicherheit zu befassen, da dies zu zusätzlicher Komplexität und Verzögerungen führte. Das aktuelle Ausmaß an Sicherheitsbedrohungen ist jedoch einfach zu groß, um diese Praxis fortzusetzen, ohne das Unternehmen einem erheblichen Risiko auszusetzen. Jedes Gerät, das zur Infrastructure Intelligence gehört, besitzt üblicherweise auch Funktionen zur Sicherheitskontrolle. Es ist von entscheidender Bedeutung, diese Funktionen zu nutzen, um alle Assets zu schützen und sicherzustellen, dass diese Kontrollen Teil eines breiteren Ansatzes sind, der die Governance-Strategie und die Sicherheitssituation des Unternehmens unterstützt.


Integrieren Sie Sicherheit von Anfang an


Angesichts all der Trends, die sich auf die Infrastructure Intelligence-Umgebung auswirken, ist mit der vermehrten Zusammenarbeit von Infrastruktur-Entwicklern und -Anbietern sowie Sicherheitsexperten zu rechnen. Unternehmen müssen sich der unzähligen Sicherheitsrisiken ihrer Infrastruktur bewusst sein, um von Anfang an die richtigen Kontrollen einbauen zu können. Wenn Sie einen integrativen anstelle eines „Nachrüstungsansatzes“ verfolgen, stellen Sie sicher, dass die Infrastruktur „secure by design“, also bereits von Grund auf sicher ist.

„Da unsere IT-Infrastruktur immer komplexer wird, ist es an der Zeit, das Infrastruktur-Design und unsere Datentransparenz sowie den Personaleinsatz zu überdenken, um unsere Verteidigungsmechanismen zu automatisieren und unser Risikomanagement zu verbessern.“


Mihoko Matsubara, Chief Cybersecurity Strategist, NTT Group.


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aufstrebendetechnologien

Disruptive Technologien, die Sie im Blick behalten sollten

Adaptives Computing ermöglichen, Energieverbrauch senken.

Ein besonders spannender Bereich, an dem wir gerade arbeiten, ist adaptives Computing. Es findet Anwendung in komplexen Umgebungen wie intelligenten Stadien und sicheren Krankenhäusern, also an Orten, wo Informationen aus einer ganzen Reihe von Quellen stammen – enorme Video-Feeds, Sensoren usw. – und schnelles Reagieren in Echtzeit entscheidend ist.


Wir entwickeln eine neue Generation von Funktionen für NTT Data Centers, um diese komplexen Szenarien zu bewältigen und auf 5G zuzuschneiden. Bei adaptivem Computing kommen Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) zum Einsatz – eine neue Generation von Halbleitergeräten, die für die Verwaltung und Verarbeitung riesiger Informationsmengen konzipiert sind. Unser Ziel ist es, die erste Full-Stack-Lösung zu schaffen, die zum Beispiel Echtzeitinformationen aus tausenden Feeds von Kameras, Sensoren und anderen Geräten sowie aus sozialen Medien verarbeiten kann, um schnelle Entscheidungen und qualitativ hochwertige Reaktionen zu unterstützen.


Bei der Entwicklung dieser Lösungen sind wir uns bewusst, dass all die Infrastruktur und Verarbeitung enorme Rechenleistung erfordern, was wiederum einen massiven Stromverbrauch bedeutet. Daher konzentrieren wir uns bei der Entwicklung dieser Lösungen gleichzeitig auch auf Technologien, die Energieverbrauch und -kosten um bis zu 80 % reduzieren könnten. Wenn uns dies gelingt, könnte das einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass unser eigenes Unternehmen und die Firmen unserer Kunden die Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen.

Rob Lopez

Rob Lopez

Executive Vice President, Intelligent Infrastructure, NTT Ltd.

Rob ist bei NTT für die Transformation der Services, Kompetenzen und Markteinführung verantwortlich, um Kunden beim Aufbau und der Verwaltung von Cloud-, Datacenter-, Netzwerk- und Sicherheitsinfrastrukturen zu unterstützen, die ihre Geschäfts-, Anwendungs- und Datenanforderungen erfüllen und gleichzeitig Gesamtkosten sowie operative Komplexität senken.

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